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Studentische Beschäftigte

Studierende können auf 2 Arten an der Universität beschäftigt werden: zum einen als studentische oder wissenschaftliche Hilfskräfte und zum anderen als Tarifbeschäftigte nach dem Tarifvertrag-Länder (TV-L, früher BAT).

Studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte:

Die Tätigkeiten für diese Gruppe sind im § 57 des Landeshochschulgesetzes (LHG) beschrieben:

"Wissenschaftliche sowie studentische Hilfskräfte üben Hilfstätigkeiten für Forschung und Lehre aus und unterstützen Studierende in Tutorien".

Für sie gelten folgende Stundensätze:

   ab SS 2018   
Studentische Hilfskräfte:  10,01 €
Wissenschaftliche Hilfskräfte mit FH-Abschluss oder Bachelor:  11,64 €
Wissenschaftliche Hilfskräfte mit höherem Abschluss:  15,80 €


Die Höchststundenzahl beträgt 85 Stunden pro Monat, die Höchstbeschäftigungsdauer 6 Jahre.

Der Urlaub beträgt bei einer Fünftagewoche nur 20 Tage pro Jahr nach § 3 BUrlG. Im laufenden Jahr nicht genommener Urlaub muss spätestens bis zum 31.3. des Folgejahres genommen werden, sonst verfällt er. Die Sonderzuwendung (ehemals "Weihnachtsgeld") beträgt 80 % eines Monatsgehaltes.

Den Urlaubsanspruch können Sie auf folgende Weise in Arbeitsstunden umrechnen:
--> Stundenzahl pro Monat geteilt durch 4,348 = Wochenarbeitszeit
--> Wochenarbeitszeit geteilt durch 5 = Tagesarbeitszeit
--> Tagesarbeitszeit multipliziert mit den Urlaubstagen = frei zu nehmende Stundenzahl

Die Beschäftigungszeiten als studentische Hilfskraft dürfen nicht auf die zulässige maximale Befristungsdauer des § 2 Abs. 1 des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) angerechnet werden. Die Zeiten als wissenschaftliche Hilfskraft mit mehr als einem Viertel der regelmäßigen Arbeitszeit sind jedoch auf die maximale Befristungsdauer anzurechnen.

Weitere ausführliche Informationen erhalten Sie in der Info-Broschüre der GEW bzw. der Info-Broschüre von ver.di sowie auf den Infoseiten "Service A-Z" der Zentralen Universitätsverwaltung unter: "Wissenschaftliche Hilfskräfte" und "Studentische Aushilfskraft".

Tarifbeschäftigte

Sie üben Tätigkeiten aus, die nicht in direktem Zusammenhang mit Forschung und Lehre stehen, z.B. klassische Infrastrukturaufgaben wie Aufsicht in Bibliotheken, Katalogisierung in Bibliotheken, Sekretariatstätigkeiten, Systemadministrationsaufgaben im Bereich der EDV, Webmastertätigkeiten oder Studienberatung. Sie müssen nach den Bestimmungen des geltenden Tarifvertrags (TV-L) eingestellt werden. Dazu gibt es mindestens zwei höchstrichterliche Urteile des Bundesarbeitsgerichts, die dies bestätigen und zwar eines vom 28.3.1996 mit dem Aktenzeichen 6 AZR 501/95 und ein zweites vom 8.6.2005 mit dem Aktenzeichen 4 AZR 396/04.

Studentische Tarifbeschäftige werden je nach Tätigkeit in Entgeltgruppe 2 bis 9 eingestuft. Sie erhalten eine Jahressonderzahlung (früher "Weihnachtsgeld") in Höhe von 95 % des Monatsgehalts (Entgeltgruppe 1 bis 8) bzw. 80 % (Engeltgruppe 9-11). Der Urlaubsanspruch beträgt nach § 26 TV-L 30 Tage im Jahr (siehe "Erholungsurlaub").

Unterbrechungen des Vertrages z.B. für ein Praktikum können sich schädlich auf die Höhe der Sonderzahlung auswirken (siehe hierzu den Abschnitt: "Vorsicht bei Unterbrechungen" unter "Jahressonderzahlung").